Wenn die Fäuste fliegen


Als wir im April das Mentoring Projekt in der Heinrich-Mann-Schule vorgestellt haben, war auch Ibo dabei. Ibo, der Killer aus Kreuzberg, so sein ehemaliger Kampfname, war 20 Jahre lang Profiboxer und hat im Laufe seine Karriere so manchen Titel errungen. So war er unter anderem in den 90er Jahre Europameister  und hat für die Nationalmannschaft geboxt. Jetzt, nach Beendigung seiner Profikarriere, engagiert er sich in den Bezirken Neukölln und Kreuzberg, unterstützt soziale Projekte (wie zum Beispiel die Streetuniversity, oder Fußball im Knast) und fördert aktiv junge Menschen.

 

 

So jemand ist doch genau richtig, um das Mentorenprojekt attraktiv zu machen für Jungs und Mädchen der Heinrich-Mann-Schule. Der Deal war folgender: Wer beim Projekt "Isch" (Is ausgesprochen, Isch heißt auf türkisch "Beruf") mitmacht und auch dabei bleibt, bekommt nach einem halben Jahr ein Boxtraining mit Ibo in einem Berliner Boxtempel! Na, wenn das kein Angebot ist. So waren auch viele Schüler von der Idee ganz begeistert und haben dabei übersehen, dass der Weg zum Boxen über das Mentoring führt. Aber, geboxt wird nur, wenn auch für die Bildung trainiert wird, so der eindringliche Appell von Ibo.

An diesem Samstag war es dann endlich soweit. Eingeladen waren alle aktiven Mentees der Heinrich-Mann-Schule mit ihren Mentoren. Leider gab es schon im Vorfeld recht viele Absagen. Vielleicht lag es an der besinnlichen Vorweihnachtszeit, vielleicht hat manch einer schon geahnt, welch intensives Training da auf ihn zukommt…

 

 

Jedenfalls kamen am Ende zwei Mentees, Mohamed und Stephanie, um die Ehre der Heinrich-Mann-Schule zu verteidigen. Zur moralischen Unterstützung und zur Fotodokumentation war auch Hennig dabei, er ist ja schon laut Ibo ein halber Profi. Immerhin, zwei Mentees, ein Junge und ein Mädchen, er mit arabisch-palästinensischem Hintergrund, sie mit rein deutschem Hintergrund, das ist zwar nicht so repräsentativ für unser Projekt, aber es war genau die richtige kleine Gruppe, um intensiv von Ibo betreut zu werden.

Ich denke, die Fotos sprechen für sich. Für meinen Teil kann ich nur sagen, dass ich froh bin, mir nach der ersten Runde Aufwärmtraining Hennings Kamera geschnappt zu haben und somit ein glaubwürdigen Grund hatte, mich nicht weiter am Training zu beteiligen. Schließlich habe ich heute Muskelkater- und den nicht nur vom zusehen.

 

 

Am Ende des Trainings waren alle begeistert, es hat viel Spaß gemacht und Ibo hat schon ein ganz schönes Programm durchgezogen. Die Sandsäcke haben nur so getaumelt. Besonders toll fand ich, dass Steffi dabei war. Sie kam etwas später, und ich glaube es war schon eine Herausforderung für sie, alleine in diesen doch etwas martialisch anmutenden Boxtempel zu gehen, der übrigens früher mal eine Parkgarage gewesen ist.

Also, toll, dass die Mentees gekommen sind und eine schönen Samstag Nachmittag hatten, und toll, dass es Leute wie Ibo gibt, die ihr sportliches Potential in soziales Engagement einfließen lassen.

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